Presse
Lily Archer: Der Schneewittchenclub
"Schön ironischer Tonfall, mit kräftig upper-class Dekor und Neuengland-Romantik. Wenn das nicht der Stoff ist, aus dem gute Internat-Chicklit gestrickt ist, die ihre Wirkung auch auf reifere Mädchen nicht verfehlt." Fanny Klock in Eselsohr, März 2009

"An dieser Stelle muss ausnahmsweise einmal die Wahnsinnsleistung der Übersetzerin Sophie Zeitz gewürdigt werden, die für das Pidgin-Englisch dieses zusammengewürfelten Personals samt Lewyckas abstrus komischer Metapherngeschosse einen köstlich unverbraucht prolligen Authentizitäts-Slang und martialisch rasenden Plauderton gefunden hat."
Sabine Vogel in der Berliner Zeitung, 15.11.2007

"Kapitän Marlows Reise in den unbekannten Dschungel Ende des 19. Jahrhunderts gehört zu den Klassikern der Weltliteratur. Der Roman diente Francis Ford Coppola als Vorlage für seinen Film 'Apocalypse now' und fasziniert immer wieder aufs Neue, weil sich Marlows düstere Erlebnisse nie vollständig entschlüsseln lassen. Die Neuübersetzung von Sophie Zeitz bietet nun mit einer präzisen Bildersprache, die - hurra - weder altertümelnd noch umgangssprachlich ist, einen ganz frischen Zugang zu diesem großen Werk."
Tina Rausch im PRINZ 11/2005

"Wohl selten wurde in der Jugendliteratur das ganze Spektrum gewaltiger Gefühle wie Verzweiflung und Selbsthass, Einsamkeit und Trauer, Liebe und Verzeihen mit so knappen Worten und ohne jedes Klischee, dabei so poetisch und ergreifend beschrieben wie in diesem großen Roman aus Australien, so einfühlsam übersetzt."
Hilde Elisabeth Menzel in der Zeit, 2003

"Vor allem seine authentische, hervorragend ins Deutsche übersetzte Sprache macht dieses Debüt lesenswert."
Elke von Berkholz, Financial Times Deutschland, 13.07.2007
"Eine wie Alaska ist John Greens Debütroman. Er ist 28 Jahre alt, dicht am Lebensgefühl seiner Personen und kennt ihre ganz spezielle Sprache – sehr gut von Sophie Zeitz ins Deutsche übertragen. Es sind vor allem die witzigen, intelligenten, manchmal auch philosophischen Dialoge sowie Miles’ innere Monologe, die diese Jugendlichen, allen voran die faszinierende Alaska, so lebendig und unverwechselbar machen, dass sie noch lange im Gedächtnis des Lesers nachklingen."
Hilde Elisabeth Menzel in der Zeit, 15.3.2007
"Sprachlich bewegt sich das Buch im Spannungsfeld zwischen robuster Jugendsprache und gehobener Umgangssprache, was ja wesentlich durch die Kunst der Übersetzerin geleistet wurde."
RPPoek, Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW
"… Der junge amerikanische Autor John Green, Jahrgang 1979, hat mit seinem Debüt, das hier in einer gelungenen Übersetzung vorliegt, sein Erzähltalent unter Beweis gestellt: Von ernsten Themen und großen Gefühlen wir hier tiefgründig und sinnlich berichtet, Ernst, Humor und Selbstironie wechseln einander ab. … Ein Buch, das nachhallt und noch lange Wellen schlägt, das aufwühlt, betroffen macht und in seiner Intensität erschüttert. Große Empfehlung!"
Cornelia Gstöttinger, bn.bibliotheksnachrichten, 2/2007
"Ein beeindruckender Jugendroman. Ob seine Figuren tiefsinnig diskutieren oder respektlos daherreden, wir nehmen sie ernst. Die Dialoge sind frappant stimmig im Teenager-Tonfall
und aller Tragik zum Trotz oft auch komisch."
Hans ten Doornkaat, NZZ am Sonntag, 18.02.07
"Gute Dutzendware, ansprechendes Titelbild und ausgezeichnete Übersetzung."
Maja Mores, Bücherbär, 7/2007
"Auch die deutsche Variante gefällt mit wirklich sehr gut, was eher selten vorkommt … warum nicht auch als Klassenlektüre?"
Iris Henninger, Jugendschriftenausschuss des BLLV, 28.11.2007

„Green entwirft schräge Szenen voller Romantik und Situationskomik, in der Jungs auch beredt schweigen dürfen.“
Börsenblatt Spezial, 09.09.08
„Green, der mit seinem Erstling Eine wie Alaska schon bewiesen hat, wie nah er dran ist an der Gefühlswelt seiner jugendlichen Leser, trifft auch hier den Ton. Die Dialoge seiner beiden Helden und der liebevoll gezeichneten Nebenfiguren sind von abgründigem Witz."
Anne Overlack, Stuttgarter Zeitung, 12.11.08
„Das lesen Jungs, weil wir es ihnen fest in die Hand drücken! Es wäre zu schade, wenn dieses Buch von der Zielgruppe übersehen würde, dafür ist es einfach zu witzig, zu schön, zu schräg, zu schlau. Ein grandioses Stück Literatur, und von mir aus dürfen es die Mädchen auch lesen.“
Jürgen Hees, Bulletin Jugend & Literatur, 11.08

Die schlaflosen Nächte einer Übersetzerin
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Ein Gespräch mit der Literaturübersetzerin Sophie Zeitz |
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| Nach ihrem Studium der Amerikanistik, Romanistik und Philosophie absolvierte Sophie Zeitz den Aufbaustudiengang Literaturübersetzung. Sie war drei Jahre als Lektorin beim Deutschen
Taschenbuch Verlag in München tätig und lebt heute als freie Literaturübersetzerin in Berlin. Warum haben Sie eine feste Stelle im Lektorat gegen die Tätigkeit als freie Übersetzerin eingetauscht? Schon mit zwanzig wollte ich Literaturübersetzerin werden. Dorthin führt jedoch kein direkter Weg. Nach dem Studium riet mir meine Mentorin zu einem Volontariat im Verlag. Ich wurde übernommen und blieb drei Jahre. Als Lektorin habe ich mehr übers Literaturübersetzen gelernt als in meinem ganzen Studium. Bei beidem geht es um eins: Bücher machen. Man darf nie wegen eines Worts das Ganze aus den Augen verlieren. Beschäftigen Sie sich immer mit einer Übersetzung oder sitzen Sie manchmal an mehreren gleichzeitig? Oft arbeite ich an mehreren Romanen in verschiedenen Phasen - z.B. dem letzten Korrekturgang eines Krimis und der Rohübersetzung eines Kinderbuchs. Das macht Spaß und hilft gegen Tunnelblick. Woran arbeiten Sie im Moment? Ein Krimi von Karin Slaughter ist kurz vor der Abgabe. Als nächstes redigiere ich für einen Verlag ein Manuskript, danach habe ich einen schönen Roman zu übersetzen, der mir den Berliner Winter erträglich macht. Wie viel Zeit planen Sie für die Übersetzung eines ca. 300 Seiten dicken englischen Romans ein? Das hängt von der Art des Texts ab. Einen leichten Krimi von 300 Seiten kann ich, wenn nötig, in zwei Monaten übersetzen. Anspruchsvollere Romane dauern länger: Für die 130 Seiten von "Herz der Finsternis" habe ich vier Monate gebraucht. Da muss ich sehen, wie ich mir das leisten kann, denn bezahlt wird pro Seite. Wie kam es dazu, diesen Klassiker von Joseph Conrad, von dem schon so viele Übersetzungen existieren, neu zu übersetzen? Übersetzungen sind immer auch Zeiterscheinungen. Daher tut es Klassikern gut, wenn sie von Zeit zu Zeit neu übersetzt werden. Dann stellt sich die Frage, ob ein Verlag etwas neu herausgeben will - viel Geld ist da nicht drin. "Herz der Finsternis" passte gerade gut ins Verlagsprogramm und ich war begeistert: Der Roman liegt mir am Herzen, seit ich 16 bin. In solchen Fällen ist eine besondere Hingabe nötig, sonst kommt man mit der Herausforderung - und dem Honorar - nicht zurecht. Mit dem spannenden und blutigen Thriller "Cupido" erklomm die Amerikanerin Jilliane Hoffman die internationalen Bestsellerlisten. Sie haben das Buch ins Deutsche übersetzt. Bereiten Ihnen Aufträge wie diese schlaflose Nächte? Bei "Cupido" hatte ich Alpträume. Bei jedem Korrekturgang an der Stelle, wo der Mann mit der Clownsmaske in Chloes Wohnung lauert. Allerdings hatte ich die schlaflosen Nächte auch, weil das Buch rasend schnell fertig sein musste. Hoffmans neuer Krimi "Morpheus" ist übrigens gerade fertig geworden. Was lesen Sie privat? Ich lese gerne gute deutsche Übersetzungen, z.B. die der tollen neuen französischen, japanischen und russischen Romane. Dazu möglichst viel deutsche Literatur, um meine Sprache weiterzubilden. Eine bessere Nachhilfe gibt es nicht. Und ein guter amerikanischer Roman im Original ist auch immer wieder ein großes Vergnügen. Dieses Interview wurde von Tina Rausch für »büchermenschen« 5/2005 geführt. |
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Sophie Zeitz
Literaturübersetzung
